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B...
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- Bahnelemente:
- 6 Größen, die Form, Lage der Bahn sowie die Position
eines Himmelskörpers auf seiner Bahn widergeben. Die Bahnelemente
lauten:
- Bahnneigung (Inklination):
- Neigung der Bahn zur Ekliptik.
- Länge des aufsteigenden Knotens:
- Winkelabstand zwischen aufsteigender Knoten und
Frühlingspunkt.
- Perihellänge:
- Abstand des austeigenden Knotens vom Perihel.
- numerische Exzentrizität:
- bestimmt die Form der Umlaufsbahn. e=0: Kreis, 0<e<1:
Ellipse, e=1: Parabel, e>1: Hyperbel
- mittlere Entfernung von der Sonne:
- bestimmt die Größe der Umlaufsbahn
- Perihelzeit:
- legt den Zeitpunkt des Perihelduchgangs des Himmelskörpers
fest.
- Bahngeschwindigkeit:
- Geschwindigkeit, mit der sich ein Objekt (z.B. Satellit) um ein
anderes (Planet) bewegen muß, damit Fliehkraft und Gravitationskraft
im Gleichgewicht bleiben und der Satellit nicht auf dem Planeten
stürtz. Ist die Geschwindigkeit des Satelliten zu groß,
so kann er aus dem Gravitationsfeld seines Planeten entkommen.
- Bahnstörung:
- Störung eines Himmelskörpers in seiner Umlaufbahn durch
die Anziehungskraft anderer Körper.
- Balkenspirale:
- Besondere Form einer Spiralgalaxie, bei der zwei Spiralarme von
einen zentralen Kern zunächst radial nach außen verlaufen
("Balken"), dann meist scharf abknicken.
- Baryonen:
- Gruppe von schweren Elementarteilchen, zu der die Nukleonen (Protonen,
Neutronen) und deren Antiteilchen sowie den Hyperonen (Lambda-,
Sigma-, Xi-, und Omega-Teilchen) und deren Antiteilchen gehören.
Die Baryonenzahl ist die Gesamtzahl der in einem System vorhandenen
Baryonen minus Anti-Baryonen.
- Baryzentrum:
- Schwerpunkt des Erde Mond-Systems. Es gilt:
| mE · rE = mM
· rM |
mit: |
mE, rE = Erdmasse und Erdradius
mM, rM = Mondmasse und Mondradius |
Da die Erdmasse 81 mal so groß ist wie die Mondmasse ist,
gilt:
mE = 81· mM
Setzt man dies zusammen mit der mittleren Mondendfernung rM
= 384000km in die obere Gleichung ein, und löst diese dann nach
rE auf, so erhält rE = 4741km.
Damit befindet sich das Baryzentrum noch innerhalb der Erdkugel.
- Bayer, Johann (1572-1625):
- Deutscher Astronom, veröffentlichte 1603 die "Uranometria",
den ersten Sternatlas des gesamten Himmels. Dieser enthielt über
2000 Sterne, wobei ca. der Hälfte von ihnen Beobachtungen von
Tycho Brahe zugrunde lagen. Bayer schuf 12 neue Sternbilder des Südhimmels
- Apus, Chamaeleon, Dorado, Grus, Hydrus, Indus, Musca, Pavo, Phoenix
Triangulum Australe, Tucana und Volants. Außerdem führte
er die auch heute noch übliche Bezeichnung der Sterne mit
griechischen Buchstaben ein (die
sog. Bayer-Bezeichnung). In der Regel wurden dabei die Sterne
eines Sternbilds der Helligkeit nach mit griechischen Buchstaben
durchnummeriert. Manchmal wurde auch der Mythologie den Vorzug gegeben.
Beispiele siehe Tabelle 3
aus den Tabellen der Astronomie
- Bedeckung:
- Bedeckung eines Himmelskörpers durch einen anderen. Der Mond
kann vor einem Stern oder gelegentlich auch vor einem Planeten vorbeiziehen;
ein Planet kann einen Stern bedecken. Es ist ebenfalls möglich,
daß ein Planet einen anderen Planeten bedeckt: 1590 bedeckte
z.B. die Venus den Mars. Genaugenommen sind Sonnenfinsternisse Bedeckungen
der Sonne durch den Mond.
- Bedeckungsveränderlicher:
- Ein Doppelstern, dessen zwei Komponenten sich in solch einem Winkel
um ihr gemeinsames Schwerkraftzentrum bewegen, daß sie sich
- von der Erde aus beobachtet - gegenseitig verdecken. Im Falle
des Bedeckungsveränderlichen Algol ist eine Komponente viel
heller als die andere. Alle 2 Tage bedeckt der schwächere Stern
den leuchtenderen, der in seiner Helligkeit dann um mehr als eine
Größenklasse schwächer zu werden scheint.
- Beschleunigung:
- Maß der Veränderung von Geschwindigkeit. Anstieg von
Geschwindigkeit wird als Beschleunigung, Abnahme als negative Beschleunigung
bezeichnet.
- Bethe-Weizäcker-Zyklus
(CNO-Zyklus):
- Dieser Zyklus erklärt die Energieproduktion in massereichen
Hauptreihensternen. Da die Verschmelzung
von vier Wasserstoffkernen (Protonen) über Kohlenstoff, Stickstoff
und Sauerstoff abläuft, bezeichnet man diesen Zyklus auch als
CNO-Zyklus. Der Kohlenstoff dient hierbei nur als Katalysator. Der
CNO-Cyhlus tritt nur bei Temperaturen von mehr als 4 Millionen K
auf.
- Beugungsbild:
- Das Bild eines Sterns, wie es ein perfektes optisches System
produziert. 84% des Lichtes werden in einer kleinen Scheibe konzentriert,
16% in einem das Beugungsscheibchen umgebenden System von Ringen.
- Blauverschiebung:
- Durch den Doppler-Effekt
hervorgerufene Verschiebung von Spektrallinien zum kurzwelligen (blauen)
Ende des Spektrums hin. Sie tritt auf, wenn sich Lichtquelle (z.B.
Gestirn) oder Beobachter aufeinander zu bewegen.
- Blinkkomperator:
- Gerät, mit dem sich zwei Himmelsaufnahmen miteinander vergleichen
lassen. Das Gerät besitzt zwei Lichtwege, so daß die auf
den Photoplatten abgebildeten Strukturen durch ein Okular gleichzeitig
betrachtet werden können. Durch abwechselnde Beleuchtung der
Photoplatten bzw. abwechselndes Umlenken des Lichtweges fangen Objekte,
die nur auf eine Photoplatte zu sehen sind, an zu "blinken".
- BL Lacertae-Objekte:
- Seltene, eigenartige extragalaktische Objekte in den Kernen einiger
Galaxien, die ihre Umgebung vollständig überstrahlen.
In dieser Hinsicht ähneln BL Lac-Objekte dem Quasaren, doch
zeigen sie nicht die starken Emissionslinien, die für Quasare typisch sind. Das Spektrum von BL
Lac enthält weder Absorptions- noch Emissionslinien. Es handelt
sich bei einer BL Lac um eine Riesengalaxie in einer Entfernung von
einigen Milliarden Lichtjahren.
Die heute beste Erklärung für die BL Lac-Objekte geht
davon aus, dass sich im Zentrum einer Galaxie ein Schwarzes Loch gebildet hat, dass
durch die Einverleibung vieler Sterne aus dem Zentralgebiet der
Galaxie auf eine Größe von vielen Millionen Sonnenmassen angewachsen
ist. Ein solches Schwarzes Loch schluckt auch weiterhin ständig
Sterne und Gas und setzt dabei Energie frei. Ein Schwarzes Loch dieser
Größe kann Sterne nahezu ganz verschlucken, ohne das
sich vorher eine Gasscheibe rings um das Schwarze Loch bildet, wie
es bei kleineren Schwarzen Löchern der Fall ist.
- Bodesche Reihe
- Eine empirische Beziehung zwischen den Abstanden der Planeten
von der Sonne. Entdeckt von J. D. Titius 1772 und publiziert von
J.E. Bode. Allerdings entbehrt dieses Gesetz jeglicher wissenschaftlichen
Grundlage. Es lautet: Man nehme die Zahlen
| 0, |
0.3, |
0.6 |
1.2, |
2.4, |
4.8, |
9.6, |
19.2, |
38.4, |
76.6 |
| und addiere zu allen Werten 0.4. Man
erhält: |
| 0.4, |
0.7, |
1.0, |
1.6, |
2.8, |
5.2, |
10.0, |
19.6, |
38.8, |
77.0 |
Die ersten 7 Werte dieser Reihe geben recht gut die Entfernungen
der zu Bodes Zeiten bekannten Planteten (Merkur bis Saturn) in AE
wider. Bei 2.8AE klafft jedoch eine Lücke. Auch der 1781 entdeckte
Uranus paßt recht gut in diese Reihe (wahre gr. Halbachse:
19.2AE). Dieses Reihe war daher ein Argument für die Existenz
eines hypothetischen Planeten zwischen Mars (1.6AE) und Jupiter (5.2AE).
Für die äußersten Planeten stimmen die Werte
jedoch nicht mehr: Pluto (wahrer Wert: 39.5AE) nimmt den Platz
im Sonnensystem ein, den rechnerisch eigentlich Neptun zukommt.
- Bolide (Feuerkugel):
- Sehr heller Meteor, der wahrend seines Absturzes durch die
Erdatmosphäre explodieren kann.
- Bolometer:
- Sehr empfindliches Strahlungsmeßgerät zur Erfassung
selbst geringster Strahlung über einen sehr weiten Wellenlängenbereich.
- Braune Zwerge:
- Die Temperaturen in den Zentralgebieten von Sternen mit Massen
unter 0,08 Sonnenmassen steigen nicht hoch genug, um thermonukleare
Reaktionen in Gang zu setzten. Trotzdem leuchten solche Sterne, indem
sie langsam schrumpfen und ihre Gravitationsenergie in elektromagnetische
Strahlung umwandeln. Da ihre Oberflächentemperatur unter der
für Rote Zwerge festgelegten
unteren Grenze von 2500 K liegt, werden sie als Braune Zwerge bezeichnet.
- Brechungsindex:
- Brechzahl, Brechungsexponent, Zeichen n, Bezeichung
für das Verhältnis der Wellenausbreitungsgeschwindigkeit
in zwei Medien, an deren Grenzfläche ein Lichtstrahl gebrochen
wird (z.B. Vakuum, Glas). Der Brechungsindex eines Stoffes ist je
nach Wellenlänge (Farbe, Dispersion)
und Temperatur verschieden groß (Brechungsindex von Gläsern
für Gelb 1,43-2,1; Diamant 2,4).
- Brennpunkt:
- Der Schnittpunkt der achsenparallel einfallenden, von
einer Linse gebrochenen (bzw. von einem Holspiegel reflektierten)
Strahlen. Den Abstand Linse (bzw. Spiegel) - Brennpunkt bezeichnet
man als Brennweite.
- B-Sterne:
- Die spektralen Eigenschaften, die einen Stern vom Spektraltyp
B kennzeichnen, sind die bemerkenswerte Stärke der Absorptionslinien
des neutralen Heliums und das Auftreten von Wassertoff-Linien.
Für Hauptreihensterne vom Spektraltyp B beträgt die Temperatur
an der Oberfläche 10500 K beim Typ B9 und bis 28000 K beim
Typ B0. Ihre entsprechenden Massen und Radien liegen im Bereich von
3,2 Sonnenmassen bzw. 2,5 Sonnenradien bis zu 17- bzw. 10fachen Sonnenwerten.
Die heißesten B-Sterne leuchten 20000mal so hell wie die Sonne.
- bulge:
- Im Zentrum von Spiralgalaxien verkommende Anschwellung ("Bauch"),
die morphologisch einer elliptischen Galaxie gleicht.
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Letzte Änderung: 16.05.2003
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