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D...
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- Dämmerung astronomische:
- Zeitraum der Himmelsaufhellung, wenn die Sonne zwischen 0°
und 18° unterhalb des Horizonts steht.
- Deklination:
- Eine Himmelskoordinate, sie entspricht der geographischen Breite
auf der Erde. Die Deklination gibt den Winkelabstand eines Gestirns
vom Himmelsäquator an. Deklinationen nördlich des
Himmelsäquators werden positiv (+) gezählt und Deklinationen
südlich des Himmelsäquators negativ (-). Die Deklination
eines Gestirns wird in der Regel in Grad,
Bogenminuten und Bogensekunden angegeben. Gezählt wird
die Deklination von 0° (Himmelsäquator) bis +/- 90°
(Himmelsnord- bzw. Südpol).
- Diamantring-Phänomen:
- Hell leuchtende Reihe von Punkten entlang des Mondrandes bei einer
totalen Sonnenfinsternis. Sie ist unmittelbar vor Beginn und unmittelbar
nach Ende der Totalität zu sehen und entsteht, wenn das Sonnenlicht
durch Täler der Gebirgsregionen des Mondrandes scheint.
- Dichotomie:
- Die exakte Halbphase von Merkur, Venus oder dem Mond.
- Dichte:
- Quotient aus Masse und Volumen eines Körpers: Setzt man für
Wasser die Dichte 1 an, ist die mittlere Dichte der Erde 5,5.
- Differentiation:
- Zerfall eines Magmas in stofflich verschiedene Gesteine, von Bedeutung
für die Geisteins- und Lagerstättenbildung.
- Differentielle Rotation:
- Eine Rotation, bei der Teile eines Systems mit unterschiedlichen
Winkelgeschwindigkeiten rotieren. Alle Galaxien und Planetensysteme
rotieren differentiell: nach außen nimmt ihre Winkelgeschwindigkeit
ab.
- Diffraktions- oder Beugungsringe:
- Konzentrische Ringe um das Bild eines Sterns im Teleskop.
Können nicht eliminiert werden, da sie durch die Wellenbewegung
des Lichtes entstehen. Am stärksten in kleinen Instrumenten.
- Dispersion:
- a) Optik: die Abhängigkeit des Brechungsindex eines Stoffes von
der Wellenlänge; bedingt z.B. die Entstehung eines Spektrums beim
Durchgang von Licht durch ein Prisma.
b)Radioastronomie: die von der Wellenlänge bzw.
Frequenz abhängige Verzögerung von Radiowellen beim Durchlaufen
eines ionisierten Gases; ist durch die Wellenlänge- bzw. Frequenzabhängigkeit
der Wellen-Ausbreitungsgeschwindigkeit bedingt.
- Doppelstern:
- Ein Sternpaar aus zwei oder mehreren Komponenten. Visiuelle
Doppelsterne sind Sternenpaare, die man mit einem Teleskop trennen
kann. Eine Faustregel besagt: Wir haben es mit einem visuellen Doppelstern
zu tun, wenn der Winkelabstand nicht größer ist als
| 20" |
für Sterne mit der scheinbaren Helligkeit 4m, |
| 10" |
für Sterne mit 6m, |
| 5" |
für Sterne mit 9m, |
| 3" |
für Sterne mit 11m, |
| 1" |
für Sterne, die weniger hell sind. |
Innerhalb eines Systems werden die Komponenten der Helligkeit nach
durch Buchstaben identifiziert. Der Hauptstern bekommt den Buchstaben
A, der Begleiter B und C, D usw. für eventuelle entferntere
Begleiter.
Sind die Sterne wirklich durch Gravitation
miteinander verbunden und bewegen sie sich um einen gemeinsamen
Schwerpunkt, so bezeichnet man sie als physische Doppelsterne
. Sie sind im Weltall weit verbreitet. Bei einigen Doppelsternen stehen
die Komponenten so dicht zusammen, daß sie sich fast berühren
und optisch nicht getrennt voneinander wahrgenommen werden können.
Sie können nur mit Hilfe spektroskopischer Methoden erkannt werden
(
siehe Spektroskop).
Stehen die Sterne nur zufällig von der Erde aus eng am Himmel
nebeneinander, obwohl sie in Wirklichkeit nichts miteinander zu tun
haben, so spricht man von optischen Doppelsternen.
Siehe auch Bedeckungsveränderlicher;
- Doppler-Effekt:
- Nach dem Österreichischen Mathematiker Christian
Doppler (1803-1853) benannte Erscheinung, daß bei jeder
Art von Welle (auch Schall- und Lichtwellen!) eine Änderung
der Frequenz bzw. Wellenlänge eintritt, sobald Beobachter und
Erreger sich relativ zueinander bewegen. Bewegt sich eine Schall-
bzw. Lichtquelle auf den Beobachter zu, so registriert er eine Tonerhöhung
bzw. das ausgestrahlte Licht wird kurzwelliger ('Blauverschiebung').
Bewegt sich die Schall- bzw. Lichtquelle vom Beobachter weg, so nimmt
die Tonhöhe ab bzw. das ausgestrahlte Licht wird langwelliger
('Rotverschiebung').
Der gleiche Effekt tritt auf, wenn die Schall- bzw. Lichtquelle
ruht und der Beobachter sich auf die Quelle zubewegt bzw. entfernt.
- Drehimpuls:
- Eine physikalische Größe, die das Verhalten von rotierenden
oder umlaufenden Körpern beschreibt. Ein Planet, der einen Stern
umkreist, weist relativ zu diesem einen Drehimpuls auf, der durch
das Produkt aus seiner Masse, seiner Bahngeschwindigkeit und des Bahnradius
gegeben ist.
- Drei-Alpha-Zyklus (Heliumbrennen):
- Folge von Kernumwandlungen, bei denen Heliumkerene (Alphateilchen)
in Kohlenstoff umgewandelt werden. Die Reaktionsgleichung lautet:
4He + 4He +95keV
8Be +
8Be + 4He
12C +
+ 7,4MeV
Durch weiteren Einfang von Heliumkernen entstehen Sauerstoff, Neon
und andere schwere Elemente Diese Reaktion findet nur bei Sternen
statt, bei denen die Temperatur im Zentrum über 100 Millionen
K liegt.
Hat ein Stern seinen Wasserstoffvorat verbraucht, so zieht er sich
zusammen, bis seine Temperatur im Zentrum die 100 Millionen K überschreitet
und das Heliumbrennen zündet.
Es wird vermutet, daß dieser Prozess die Hauptenergiequelle
der Roten Riesen ist.
- Dunkle Materie:
- Verborgene Materie, auf deren Existenz u.a. durch ihre Gravitations-
oder Massenanziehung geschlossen wird, wie z.B. bei den ausgedehnten
Halos von Galaxien. Der Nachweis von dunkler
Materie im kosmischen Maßstab könnte eines der brennensten
Probleme des Kosmologie, wie etwa die Frage nach der Entwicklung
des Weltalls, lösen.
- Dunkelwolken:
- Wolken aus Gas- und Staub in der Milchstraße und anderen
Galaxien, die nur deswegen sichtbar sind, wil sie das Licht der dahinter
liegenden Sterne verschlucken.
- Durchgang:
- 1) Das Überschreiten des Meridans durch ein Gestirn
infolge seiner täglichen Bewegung (Meridiandurchgang).
2) das Vorbeiwandern eines kleinen Himmelskörpers vor
der Scheibe eines größeren, z.B. Durchgänge innerer
Planeten durch die Sonnenscheibe.
- Durchgangsinstrument:
- Speziell montiertes Fernrohr zur genauen Bestimmung des
Meridiandurchgang eines Gestirns.
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Letzte Änderung: 16.05.2003 |