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G...
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- g:
- Symbol für die Schwerkraft an der Erdoberfläche; auf
Meereshöhe beträgt die Fall- oder Schwerebeschleunigung 9,81
m/s²
- Galaxien:
- Sternsysteme, d h. Ansammlungen von Sternen und interstellarer
Materie. Unsere Galaxis umfaßt etwa 100 Milliarden Sterne. Galaxien
haben unterschiedliche Formen: manche sind spiralförmig, andere
elliptisch oder unregelmäßig. Die entferntesten uns bekannten
Galaxien sind etwa 18 Milliarden Lichtjahre entfernt. Abgesehen von
denen unserer Lokalen Gruppe, scheinen sich alle Galaxien von uns
weg zu bewegen, so daß sich das ganze Universum ausdehnt.
- Galaxienhaufen:
- Ansammmlungen von wenigen bis über 1000 Galaxien, die durch
Gravitation zusammengehalten werden. Der Durchmesser von Galaxienhaufen
beträgt zwischen 1 und 10 Megaparsec,
die Zahl der Galaxien pro Volumeneinheit in den Haufen übertrifft
die der Feldgalaxien um etwa das 9000fache. Man unterscheidet reguläre
Haufen (mit sphärischer Symmetrie) und irreguläre Haufen
(ohne ausgeprägte Symmetrie).
- Galaxis (Milchstraßensystem):
- Das Sternsystem, zu dem unsere Sonne gehört.
- Gammastrahlen:
- Extrem kurzwellige elektromagnetische Strahlung. Kosmische Quellen
der Gammastrahlen müssen mit Hilfe von Methoden der Weltraumforschung
untersucht werden.
- Gamma-Ray-Burster:
- Kurzeitig aufleuchtende kosmische Strahlungsquellen im Gammabereich
mit typischen Anstiegszeiten von 10-1000 Millisekunden und Dauern
von wenigen 10 ms bis einigen 100 Sekunden. Der Hauptanteil der
beobachteten Energie liegt im harten Röntgenbereich, oberhalb
von etwa 20 keV. Kürzlich sind
einige Objekte auch im sichtbaren Licht nachgewiesen worden.
- Gegenschein:
- Sehr schwaches Leuchten am Himmel, genau entgegengesetzt zur
Sonne. Er ist sehr schwierig zu beobachten und bis heute nicht zufriedenstellend
photographiert worden. Der Gegenschein ist auf interplanetarem Staub
zurückzuführen, der sich in der Hauptebene des Sonnensystems
befindet (vgl. Zodiakallicht).
- Geodäsie:
- Wissenschaft, die sich mit Gestalt, Dimensionen, Elastizität,
Masse und Gravitation der Erde sowie mit verwandten Gebieten beschäftigt.
- Geokorona:
- Hülle fein verteilten Wasserstoffs um die Erde, die sich
an der äußersten Grenze der Atmosphäre befindet.
- Geophysik:
- Die Wissenschaft, die sich mit der Physik der Erde und ihrer
Umgebung beschäftigt. Ihr Gebiet reicht vom Erdinnern bis zur
äußeren Grenze der Magnetosphäre. 1957/58 wurde ein
ambitioniertes Programm, das Internationale Geophysikalische Jahr,
zum Studium geophysikalischer Phänomene während der Zeit eines
Sonnenfleckenmaximums ins Leben gerufen. Es wurde auf 18 Monate erweitert
und war so erfolgreich, daß während des nächsten
Fleckenminimums ein begrenzteres, aber immer noch sehr umfangreiches
Programm entstand: Das Internationale Jahr der Ruhigen Sonne (IYQS).
- Geozentrisch:
- Mit der Erde als Bezugspunkt oder gemessen bezüglich des
Zentrums der Erde.
- Gezeiten:
- Der periodische Anstieg und Fall des Meeresspiegels, hervorgerufen
durch die Anziehungskraft des Mondes und (in geringerem Umfang) der
Sonne.
- Glitch:
- (Mehrzahl Glitches), Sprünge in der Periodendauer eines Pulsars.
Man vermutet, dass der für einen Glitch benötigte Zeitraum
in der Größenordnung von Minuten liegt. Es scheint, dass
die Periode für die nächsten Wochen schneller als normal
zunimmt, um dann allmählich auf die Rate vor dem Glitch abzufallen.
Ein solcher Abfall liefert die Astronomen Informationen über
die innere Struktur des Pulsars und deutet auf die Existenz mehrerer
Schalen innerhalb des Stern hin.
- Globulen:
- Kompakte rundliche Dunkelwolken, bei denen es sich vermutlich
um Vorstufen bei der Bildung von Protosternen handelt. Die nur wenige
Bogensekunden großen "kleinen Globulen" haben Durchmesser
bis herunter zu 0,04pc (8000 AE) und sind nur sichtbar, wenn sie
im Vodergrund von Emissionsnebeln liegen. Die meist zwischen 5 und
20 Bogenminuten messenden "großen Globulen" haben Durchmesser
bis zu 1pc und heben sich als dunkle Flecken gegen den hellen Stern-Hintergrund
der Milchstraße ab. Einen dritten Typ bilden die "kometarischen
Globulen", bei denen an einem einer großen Globule ähnelden
"Kopf" ein kometenförmiger Schweif ansetzt.
- Gravitation (Schwerkraft):
- Anziehungskraft zwischen allen Materieteilchen im Universum. Die
Teilchen ziehen einander mit einer Kraft an, die proportional zum
Produkt ihrer Massen und umgekehrt proportional zum Quadrat ihres
Abstandes voneinander ist.
- Gravitationslinsen:
- Die durch eine große Massenansammlung verursachte Raumkrümmung
kann das Licht einer weit entfernten Strahlungsquelle ablenken und
ihr Bild verzerren. Passiert ein Lichtstrahl oder eine Radiowelle
in geringem Abstand ein massenreichen Körper, so erfährt
er eine Ablenkung. Diese Lichtablenkung ist eine Vorhersage der allgemeinen
Relativitätstheorie von A. Einstein. Wenn eine massereiche Galaxie
genau auf der Verbindungslinie zwischen uns und einem Quasar liegt,
tritt eine weitere Erscheinung des gleichen Effekts auf. Das Bild
des Quasars kann dann durch die als Gravitationslinse wirkende Galaxie
doppelt oder mehrfach, gegebenfalls auch ringförmig (Einstein-Ring)
gesehen werden.
- Gravitationswellen:
- Störungen in einem Gravitationsfeld, die sich nach Einsteins
allgemeiner Relativitätstheorie mit Lichtgeschwindigkeit durch
den Raum ausbreiten. Ähnlich wie ein beschleunigtes oder schwingendes
geladenes Teilchen elektromagnetische Wellen aussendet, sollte
auch eine beschleunigte, schwingende oder gestörte Masse wellenförmige
gravitative Störungen emittieren - die sogenannten Gravitationswellen.
Da die Gravitation die schwächste aller Naturkräfte ist,
sind die Gravitationswellen sehr schwach und daher auch sehr schwer
nachzuweisen.
- Greenwich-Meridian:
- Längenkreis, der durch das Passageinstrument der Sternwarte
Greenwich verlauft. Er ist als Nullmeridian der Erde definiert (geographische
Länge = 0°)
- Gregory-Spiegel:
- Typ eines reflektierenden Teleskops (
siehe Reflektor), in welchem
das eintretende Licht vom Hauptspiegel zu einem kleinen, konkaven
Spiegel reflektiert wird, welcher außerhalb des Brennpunktes des Hauptspiegels
liegt. Das Licht wird dann durch eine Öffnung im Hauptspiegel
weitergeleitet und gelangt so zum Brennpunkt. Gregory Spiegel werden
nur noch zur Sonnenbeobachtung benutzt.
- Größenklasse:
- Logarithmisches Maß für die Helligkeit von Himmelskörpern.
Seit Hipparch (griechischer Astronom, 190 v.chr - 125 v.chr)
wird die Helligkeit eines Gestins in sog. "Größenklassen"
(lat. magnitudo, abgekürzt mag. oder m) angegeben.
Hipparch nannte die hellsten Sterne "Sterne 1. Größe",
und die schwächsten, die er gerade noch mit bloßem
Auge sehen konnte, "Sterne 6. Größe". Nach der Erfindung
des Fernrohrs konnte man auch noch schwächere Sterne als
6. Größe sehen. Später wurde dieses System noch
weiter verfeinert und auch auf netgative Größen ausgedehnt.
Man sagt: Stern A ist genau dann eine Größenklasse
heller als Stern B, wenn Stern A genau 2.512 mal heller als Stern
B ist. Stern A ist zwei Größenklassen heller als B,
wenn A genau 2.512 · 2.512 = 6.310
mal heller als Stern B ist. A ist drei Größenklassen
heller, wenn er 2.512 · 2.512 · 2.512 = 15.85
mal heller als B ist. usw.
Das hellste Objekt ist die Sonne mit einer Helligkeit
von -26.8mag, gefolgt vom Vollmond mit -12.7mag und Veuns mit
-4.4mag. Der hellste Fixstern am Himmel ist Sirius mit -1.46mag.
Die schwächsten Objekte, die man heute noch beobachten kann,
haben eine Helligkeit von ca. 30. Größe. Damit
sind sie fast 4Milliarden mal schwächer als ein Stern 6.Größe.
Die Grenzgröße ist ein Maß
für die Leistungsfähikeit eines astronomischen Fernrohrs.
Sie gibt an, wie hell (in Größenklassen gemessen) die
schwächsten Sterne sind, die unter normalen Bedingungen (Nächte,
in denen mit bloßem Auge noch Sterne 6. Größe
sichtbar sind) mit dem Teleskop noch gesehen werden können.
Die Grenzgröße eines Teleskops hängt v.a. vom
Durchmesser der Optik (Durchmesser der Lichtsammelfläche im Verglich
zum Pupillendurchmesser des menschlichen Auges) ab.
Man unterscheidet noch die scheinbare Helligkeit,
die ein Maß für die Helligkeit eines Gestirns am irdischen
Nachthimmel ist, von der absoluten Helligkeit, die ein
Maß für die wirkliche Strahlungsleistung eins Stern
ist.
- Großkreis:
- Kreis auf der Schnittlinie einer Ebene mit einer Kugel (z.B. Erde
oder Himmelskugel), dessen Mittelpunkt im Zentrum der Kugel liegt.
Ein Großkreis teilt somit die Kugel in zwei gleichgroße
Hälften.
- Grüner Strahl (Grüner Blitz):
- Bei Sonnenuntergang kann der letzte sichtbare Teil der Scheibe
kurzzeitig grün aufblitzen. Dieses Phänomen wird durch
Lichtbrechung in der Erdatmosphäre verursacht und kann am besten
am Meereshorizont beobachtet werden. Auch Venus weist solch ein Phänomen
auf.
- G-Sterne:
- Hauptreihensterne vom Spektraltyp
G (wie z.B. unsere Sonne) haben Oberflächentemperaturen
von 5000 K bis 6050 K und als Riesensterne Temperaturen von 4600 K
bis 5600 K. Die kühlsten Überriesen vom Spektraltyp G
besitzen Oberflächentemperaturen von etwa 4200 K. Die Massen von
G-Zwergen betragen etwa 0,8 bis 1,1 Sonnenmassen. Die Riesen und
Überriesen haben sich im allgemeinen
aus massereicheren Sternen entwickelt, die sich weiter oben auf der
Hauptreihe befanden.
Fast alle G-Sterne sind Zwerge mit einer
chemischen Zusammensetzung ähnlich wie die Sonne. Einige wenige
sind Unterzwerge (F-, G- und K-Unterzwerge) mit einem geringeren Anteil
an Metallen, und ein kleiner Teil der G-Riesen hat eine so ungewöhnliche
Zusammensetzung, dass man solche Sterne als Barium-Sterne klassifiziert.
Alle G-Sterne rotieren langsam (sofern sie nicht Komponenten eines
kurzperiodischen Doppelsternsystems sind).
- Grundzustand:
- Der energieärmste Zustand eines Atoms oder Moleküls.
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Letzte Änderung: 16.05.2003 |