| |
www.Lexikon-der-Astronomie.de
-
I...
-
- Infrarotstrahlung:
- Strahlung mit Wellenlangen größer als die des roten
Lichtes, jedoch kleiner als Mikrowellen. Infrarotstrahlung aussendende
Quellen im Weltraum werden entweder von hochgelegenen Observatorien
(z.B. auf dem Mauna Kea, Hawaii) oder mit Hilfe der Luft- und Raumfahrt
untersucht 1983 führte der Infra-Red Astronomical Satellite
(IRAS) eine umfassende Untersuchung des Himmels in Infrarot
durch.
- Interferenz:
- Überlagerung von Wellen gleicher Wellenlänge.
Treffen sich die Wellenberge der interferierenden Wellen, so addieren
sich ihre Schwingungsamplituden auf (kontruktive Interferenz). Fällen
Wellenberge und Wellentäler aufeinander, so löschen sich
beide Wellen gegenseitig aus (destruktive Interferenz).
- Interferometer:
- Meßgeräte, die Interferenz-erscheinungen
zur Durchführung von extrem genauen Messungen ausnutzen.
- Inertialsystem:
- Ein Bezugssystem, das ruht, oder sich geradlinig gleichförmig
bewegt.
- Ion:
- Atom, das ein oder mehrere Elektronen verloren oder hinzugewonnen
hat. Je nach dem, ob das Atom Elektronen verloren oder dazugewonnen
hat, ist es entweder negativ oder positiv geladen. Hat das Atom mehrerer
Elektronen dazugewonnen oder verloren, so spricht man von einem
mehrfach ionisierten Atom. Der Prozeß der Erzeugung eines
Ions wird Ionisation genannt. In der Chemie kennzeichnet man ein
Ion, indem man ein + oder ein - rechts oben an das Elementsymbol
schreibt - je nach dem, ob das Ion positiv oder negativ geladen ist.
Bei mehrfach ionisierten Atomen schreibt man noch eine Zahl dazu,
die angibt wie viel Elektronen das Element hinzigewonnen oder verloren
hat. Z.B. Fe3+ für dreifach ionisiertes Eisen. In
der Astrophysik werden neutrale Atome mit der römischen Zahl I
hinter dem Elementensymbol bezeichnet. Atome, denen eine Elektron fehlt
(einfach positiv ionisierte Atome) werden mit II, zweifach positiv
ionisierte Atome mit III usw. bezeichnent. So erhält z.B. dreifach
ionisiertes Eisen die Bezeichnung Fe IV. Negative Ionen läßt
man hier unter dem Tisch fallen, da man es in der Astrophysik fast
nur mit Prozessen zu tun hat, die einem Atom Elektronen rauben.
- Ioninsation:
- Vorgang, der aus einem neutralen Atom ein Ion macht. Das kann
entweder durch Hinzufügen oder Abtrennen von Elektronen geschehen.
In der Astrophysik hat man es mit folgenden Ionisationsmechanismen
zu tun:
- Tehermische Ionisation: Ewrärmung fürht zu
häufigen Zusammenstößen der Atome, bei denen Elektronen
aus den Atomen herausgeschlagen werden.
- Stoßionisation: Ionisation durch Zusammenstoß
zweier Teilchen.
- Photoionisation: Bei hinreichender Energie können
Photonen Elektronen aus einem Atom herausschlagen.
- Ionosphäre:
- Bereich oberhalb der Stratosphäre, zwischen 65 und 800 km
Hohe. Durch Ionisation der Atome in dieser Zone (
siehe Ion) entstehen verschiedene Schichten,
die Radiowellen reflektieren und dadurch Kommunikation über
große Distanzen ermöglichen. Aktivitäten der Sonne
beeinflussen die Ionosphäre und verursachen Ionosphärenstürme
die die Radiokommunikation beeinträchtigen.
- Irradiation (Überstrahlung):
- Optischer Effekt, der beleuchtete oder selbstleuchtende Körper
großer erscheinen läßt, als sie tatsächlich
sind. So scheint z.B. die helle Mondsichel großer zu sein
als der von der Erde erhellte Teil der Mondscheibe.
- Isotope:
- Zu einem Element gehörende Atome mit gleicher Kernladungszahl
aber verschiedener Massenzahl. Isotope unterscheiden sich nur
in ihrer Masse aber nicht in ihren chemischen Eigenschaften.
- Isotropie:
- Die dem Universum zugeschriebene Eigenschaft, daß es für
einen Beobachter nach allen Richtungen hin gleich aussieht.
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Zur Startseite
Letzte Änderung: 16.05.2003 |