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K...
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- Kannibalismus (galaktischer):
- Bezeichnung für das "Verschlucken" einer kleinern durch eine
benachbarte größere Galaxie. Diese durch Gravitationskräfte
bedingten kosmischen Katastrophen spielen sich bevorzugt in den Zentren
großer Galaxienhaufen ab, wo die Galaxien sich relativ nahe
stehen: ganze Galaxien verschmelzen miteinander, wobei es allerdings
aufgrund der großen Sternabstände kaum zu Sternkollisionen
kommt; große Galaxien "verdauen" kleine und entwickeln sich
dabei zu Übergiganten. Eine der bekanntesten Kannibalengalaxien
ist das im Zentrum des Galaxienhaufens
Abell 2199 stehende Sternsystem NGC 6166, eine ca. 500 Millionen
Lichtjahre entfernte Über-Riesengalaxie mit mindestens
3 Millionen Lichtjahren Durchmesser, in deren Inneren drei kleine
Galaxien stecken, die gerade "verschluckt" werden.
- kataklysmische Veränderliche:
- "Explosive Veränderliche". Seit längerem ist bekannt,
dass eine Reihe verschiedener Typen von eruptiven Veränderlichen
enge Doppelsterne sind und sich die beobachteten Strahlungsausbrüchen
auf Wechselwirkungen der Komponenten zurückführen lassen.
Ein typisches kataklysmisches Doppelsternsystem besitzt einen massearmen
Begleiter, von dem aus Materie zu dem Hauptstern strömen kann.
Der Hauptstern kann ein Weißer
Zwerg, ein Neutronenstern
oder ein Schwarzes Loch sein.
- Kelvin:
- Kurzzeichen K, eine Temperaturskala wie die Celsius-Skala, deren
Nullpunkt jedoch nicht mit dem Schmelzpunkt von Eis, sondern mit
dem absoluten Nullpunkt der Temperatur zusammenfällt. Bei einem
Luftdruck von einer Atmosphäre liegt der Schmelzpunkt von Eis
bei 273,15 K. Absoluter Nullpunkt: 0 K = -273,15 Grad Celsius.
- Keplersche Gesetze der Planetenbewegung:
- Die drei wichtigen, 1609-161 8 von J. Kepler formulierten Gesetze
lauten:
- Die Planeten bewegen sich in elliptischen Umlaufbahnen, in
deren einem Brennpunkt die Sonne steht, während der andere
Brennpunkt leer ist
- Der Radiusvektor, d h. die imaginäre Linie zwischen
Zentrum des Planeten und Zentrum der Sonne, überstreicht
in gleichen Zeiten gleiche Flächen.
- Die Quadrate der siderischen Umlaufzeiten der Planeten verhalten
sich wie die dritten Potenzen ihrer mittleren Entfernungen von
der Sonne.
- Kernladungszahl:
- Anzahl der Protonen im Kern eines
Atoms. Sie bestimmt die chemischen Eigenschaften eines Atoms.
- Kernreaktionen:
- Physikalische Vorgänge in Atomkernen. Vor allem Umwandlungen
von Kernen beim Zusammenstoß mit energiereicheren Teilchen
wie Protonen, Neutronen, Deuteronen, Alphateilchen, Elektronen und
elektromagnetische Strahlungsquanten.
- Kiloparsec:
- 1000 Parsec oder 3260 Lichtjahre.
- Kirkwood-Lücken:
- Bereiche im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, in
denen sich fast keine Asteroiden bewegen. Durch den Schwerkrafteinfluß
des Jupiters sind diese Zonen "leergefegt"; gelangt ein Asteroid
in eine Kirkwood-Lücke, wird er so lange von Jupiter gestört
bis er seine Bahn ändert. Sie wurden vom amerikanischen Mathematiker
Daniel Kirkwood entdeckt.
- Kleinplaneten:
Siehe Asteroiden.
- Knoten:
- Bezeichnung für die beiden Schnittpunkte zwichen der Bahn
eines Himmelskörpers und einer Bezugsebene. Bei Planetenbahnen
wird meist die Ekliptik als Bezugsebene
gewählt. Der Knoten in dem z.B. ein Planet des Sonnensystems
die Ekliptik von Süden nach Norden durchquert, wird aufsteigender
Knoten genannt, derjenige mit Durchquerung in südlicher Richtung
absteigender Knoten. Die Verbindungslinie beider Knoten
heißt Knotenlinie.
- Kohärenz:
- Bezeichnung für zwei oder mehrere Wellenzüge, die interferieren
(
siehe Interferenz) können.
Man sagt, zwei oder mehrere Lichtwellenzüge sind kohärent,
wenn zwischen ihnen an iregnd einem beleibigen Punkt eine ganz bestimmte
unveränderliche Phasenbeziehung besteht.
- Kohlenstoff-Stickstoff-Zyklus
(CNO-Zyklus):
- Sterne "brennen" nicht im üblichen Sinn des Wortes, sondern
produzieren Energie durch die Umwandlung von Wasserstoff zu Helium
unter Abgabe von Strahlung und Verlust an Masse. Eine Form der Umwandlung
geschieht über eine ganze Serie von Reaktionen unter Einbeziehung
von Kohlenstoff und Stickstoff als Katalysatoren. Früher wurde
angenommen, daß die Sonne aufgrund dieses Prozesses Energie produzieren
würde. Die jüngere Forschung zeigte jedoch, daß
ein anderer Zyklus - der so genannte Proton-Proton-Zyklus - bei
sonnenähnlichen Sternen bedeutsamer ist. Der CNO-Zyklus
tritt hauptsächlich bei heißen Hauptreihensternen
auf, deren Temperatur im Zentrum höher als 15 000 000K
ist.
- Kollimator:
- Optische Vorrichtung zur Sammlung von Licht aus einer Lichtquelle
in einen parallelen Strahl.
- Koma:
- (1) Diffuse Hülle aus Gas und Staub um den Kern eines Kometen.
(2) Unscharfer Dunst um Sternabbildungen auf einer Photoplatte,
verursacht durch Fehler im optischen System.
- Komet:
- Kleiner Himmelskörper im Sonnensystem, umläuft die
Sonne meist in stark exzentrischer Bahn. Er besteht aus relativ kleinen
Teilchen (hauptsachlich Eis) und dünnen Gasen. Der Kern hat
als fester Bestandteil des Kometen einen Durchmesser von bis zu
mehreren Kilometern. Der Kometenschweif zeigt aufgrund des Einflusses
des Sonnenwindes immer mehr oder weniger von der Sonne weg. Es gibt
viele kurzperiodische Kometen, die alle relativ lichtschwach sind;
der einzige helle Komet mit einer Periode von unter 100 Jahren ist
der Halleysche Komet. Die hellsten Kometen haben so lange Perioden,
daß ihre Rückkehr nicht vorhersagbar ist.
- Konjunktion:
- Aspekt. Als Konjunktion eines Planeten
mit der Sonne bezeichnet man die Stellung, bei der Sonne und Planet
die gleiche ekliptikale Länge haben (d.h. Elongation Sonne-Planet=0°). Ein
äußerer Planet steht dann hinter der Sonne. Bei inneren Planeten
unterscheidet man obere und untere Konjunktion. Bei
der unteren Konjunktion steht ein innerer Planet zwischen
Erde und Sonne, bei der oberen Konjunktion steht er
hinter der Sonne. Bei unteren Konjunktionen kann es gelegentlich
zu Durchgängen kommen.
Zur Zeit seiner Konkunktion mit der Sonne ist der entsprechende
Planet unsichtbar, da er zusammen mit der Sonne am Taghimmel steht.
- Konstellation:
siehe Sternbild.
- Kontinuum:
- Medium, das den Raum (Raumgebiet) gleichmäßig und lückenlos
erfüllt. Der Begriff Kontinuum ist nur für theoretische
Überlegungen von Bedeutung.
- Konvektion:
- Übertragung von Wärme von einem Ort zum anderen durch
Strömung erwärmter Flüssigkeiten oder Gase.
- Korona:
- Äußerster Teil der Sonnenatmosphäre; besteht aus
sehr dünn verteiltem Gas hoher Temperatur und ist sehr weit
ausgedehnt. Mit bloßem Auge ist sie nur während totaler
Sonnenfinsternisse sichtbar.
- Koronograph:
- Bestimmter Typ eines Teleskops zur Beobachtung der Sonnenkorona
bei normalem Tageslicht. Diese Beobachtung ist für normale Teleskope
unmöglich, da zum einen durch die Erdatmosphäre das Sonnenlicht
stark gestreut wird, zum anderen eine Streuung im Teleskop selbst
auftritt hauptsächlich verursacht durch Staubpartikel. Der
Koronograph wurde vom französischen Astronomen B. Lyot erfunden.
- Kosmische Strahlung:
- Sehr schnelle Teilchen, die von außerhalb des Sonnensystems
kommen und auf die Erde treffen. Die schwereren kosmischen Primärteilchen
werden beim Eintritt in die obere Erdatmosphäre aufgebrochen;
nur die Sekundärteilchen erreichen die Erdoberfläche.
Es ist bislang noch nicht sicher, ob kosmische Strahlung ein ernsthaftes
Problem für langandauernde Raumflüge darstellt.
- Kosmologie:
- Studium des Universums als Ganzheit; Erforschung seiner Natur,
seines Ursprungs und seiner Entwicklung sowie der Beziehungen zwischen
seinen verschiedenen Teilen.
- Krebsnebel:
- Überrest der im Jahr 1054 Beobachteten Supernova, einer nach
jüngsten Messungen etwa 6000 Lichtjahre entfernten expandierenden
Gaswolke. Der Nebel ist sehr bedeutsam, da er neben sichtbarem Licht
auch Radio- und Röntgenstrahlen aussendet. Ein großer
Teil der Radiostrahlung ist Synchrotronstrahlung (geladene Teilchen werden
in einem starken Magnetfeld beschleunigt). Der Nebel enthält
im Zentrum den ersten optisch identifizierten Pulsar.
- K-Sterne:
- Das Spektrum von K-Sternen zeichnent sich durch zahlreiche Absorptionslinien
und das Auftreten von molekularen Banden von CH und CN aus. Auf der
Hauptreihe haben diese Sterne Oberflächentemperaturen zwischen
3500K und 4900K; die Temperaturen der Riesen liegen um 400K und die
der Überriesen um einige 300K darunter. Die Massen der K-Sterne
betragen bei 0,5 bis 0,8 Sonnenmassen. Es zeigen sich Überhäufigkeiten
von Kohlenstoff und verschiedenen Metallen bei diesen Sternen.
- Kuiper-Gürtel:
- Von Kuiper postulierter Gürtel von Kleinplaneten jenseits
der Neptunbahn. Das erste Objekt dieses Gürtels wurde 1992 von
D. Jewitt und J. Luu entdeckt.
- Kulmination:
- Durchgang eines Gestirns durch den Meridian des Beobachtungsortes.
Man unterscheidet obere Kulmination, bei der das Gestirn die
größte Höhe über den Horizont erreicht, und eine
untere Kulmination, bei der das Gestirn seine tiefste
Stellung zum Horizont erreicht. In der Regel befindet sich das
Gestirn bei seiner untere Kulmination unter dem Horizont (Außnahme:
Zirkumpolarsterne).
- Kybernetik:
- Wissenschaft von dynamischen Systemen; untersucht Kommunikations
und Kontrollmechanismen, die Maschinen und lebende Organismen gemeinsam
haben.
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Letzte Änderung: 16.05.2003 |