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Zeemanneffekt:
Aufspalting von Spektrallinien im mehrere (meistens drei) unterschiedlich polarisierte Komponenten in Magnetfeldern. Der Grad der Aufspaltung hängt von der Stärke des Magnetfeld ab.

Zeitdilatation (Relativistische Zeitdehnung):
Nach der Relativitätstheorie ist die"Zeit", die zwei Beobachter erfahren, die sich in unterschiedlichen Initialsystemen aufhalten, nicht gleich. Dieser Sachverhalt läßt sich anschaulich darstellen: Ein Raumfahrzeug startet von der Erde, an Bord befindet sich eine Uhr, die beim Start noch vollkommen synchron mit einer Uhr auf der Erde lief. Kehrt der Flugkörper zur Erde zurück, und die Uhren werden miteinander verglichen, so stellt man eine Differenz fest. Die Uhr des Flugkörpers "geht nach", das heißt, an Bord des Flugkörpers hat eine Zeitdehnung stattgefunden, die Zeit ist langsamer vergangen. Hatte sich der Flugkörper mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegt, wäre die Zeit stehengeblieben.

Zeitgleichung:
Sie ist definiert als die Differenz zwischen mittlerer und wahrer Sonnenzeit. Die Zeitgleichung betragt maximal +16min oder -14min. Viermal im Jahr ist die Zeitgleichung = 0.

Zenit:
Höchster Punkt am Himmel, genau senkrecht über dem Beobachter.
siehe Abbildung

Zenitdistanz:
Winkelabstand eines Gestirns vom Zenit. Gemessen wird die Zenitdistanz in Grad.
Es gilt: Zenitdistanz = 90° -  Höhe über dem Horizont.

Zentrifuge:
Motorgetriebene Apparatur mit einem Auslegerarm, an dessen Ende eine Art Käfig angebracht ist. Werden Menschen (oder Tiere) in den Käfig gesetzt und mit hoher Geschwindigkeit rotiert, können Auswirkungen der Beschleunigung, die in einem Raumfahrzeug auftreten, untersucht werden. Diesem Test müssen sich alle Astronauten während ihres Trainings unterziehen.

Zirkumpolar:
rings um den Himmelspol befindlich, den Pol umkreisend. Man sagt, ein Himmelsobjekt ist zirkumpolar, wenn er von einem gegebenen Ort auf der Erde niemals untergeht.

Die miniale Deklination Deklzirk, bei der ein Himmelsobjekt von einen bestimmten Ort (mit geoger. Breite b) auf der Nordhalbkugel noch zirlumpolar ist, kann nach folgender Formel ausgerechnet werden:
Deklzirk = 90° - b
So sind beispielsweise in Göttingen (b=51,5°N) alle Sterne mit Deklinationen größer als +35,5° noch zirkumpolar, also auch die Wega mit Dekl=38,78°, während sie in München (gegor. Breite=48,1°N) schon für eine kruze Zeit untergeht.
Analog gilt für Orte auf der Südhalbkugel:
Deklzirk = -90° + b

Zodiakallicht:
Vom Horizont aufsteigender und sich längs der Ekliptik entlang ziehender Lichtkegel. Es ist nur sichtbar, wenn die Sonne etwas unter dem Horizont steht. An klaren, mondlosen Morgen oder Abenden ist es am besten zu sehen. Vermutlich wird es durch kleine Staubpartikel in der Ebene des Sonnensystems, die das Sonnenlicht streuen, hervorgerufen.

Zodiakus:
siehe Tierkreis.

Zonenzeit:
Die Erdoberfläche ist in 24 Zonen (Zeitzonen) eingeteilt, in denen alle Orte unabhängig von ihrer geografischen Länge die gleiche Zeit haben (Zonenzeit). Die Zeitzonen verlaufen von Nord nach Süd und sind in der Regel 15 Grad breit. Jedoch gibt es Ausnahmen auf Grund politischer oder wirtschaftlicher Erwägungen.

Zustandsgrößen:
  1. Physik: Messbare Eigenschaften - wie zum Beispiel: Druck, Volumen, Temperatur - die einen Körper oder ein System von Körpern kennzeichnen.
  2. Astronomie: Beobachtbare oder aus Beobachtungen ableitbare Größen, die den physikalischen Zustand eines Stern beschreiben. Wichtige Zustandsgrößen sind:
    1. Masse
    2. Leuchtkraft
    3. Radius
    4. Effektivtemperatur
    5. Spektraltyp
    6. Mittlere Energieerzeugung pro Gramm Sternmaterie und Sekunde
    7. Schwerebeschleunigung
    8. Rotationsgeschwindigkeit am Äquator
    9. Magnetfeldstärke
    10. Chemische Zusammensetzung

Zwergnovae:
Eine Untergruppe der eruptiven Veränderlichen. Es sind enge Doppelsterne, sogenannte kataklysmische Veränderliche. Der Hauptstern ist ein Weißer Zwerg, der von einer Akkretionsscheibe umgeben ist. Sie besteht aus Material, dass vom Begleiter, einem massearmen Roten Zwerg abströmt.
Fast alle Zwergnovae zeigen im Minimum keine konstante Helligkeit, sondern ein rasches Flackern. Zu Klärung der Ursache der Ausbrüche wurden schon viele Modelle vorgeschlagen. Die beiden wahrscheinlichsten Theorien machen dafür Änderungen in der Massenflussrate bzw. Instabilitäten der Akkretionsscheibe verantwortlich. Beide Modelle gehen von einem Massenfluss vom Roten Begleiter auf der Akkretionscheibe aus.


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Letzte Änderung: 16.05.2003