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Zahlen, Fakten, Daten Das Sonnensystem ist unsere eigentliche kosmische Heimat im
Universum. Der Raum, in dem sich die Planeten des Sonnensystems
befinden, heißt interplanetarer Raum. Der interplanetare Raum ist
der Schauplatz
von bemannten und unbemannten Raumflugmissionen. Bis August 1989 sind
alle Planeten des Sonnensystems, mit Ausnahme des Planeten Pluto,
mittels interplanetaren Raumsonden (Merkur 1975 Raumsonde Mariner 10;
Venus
1975 Mariner 10; Mond (Erdmond) von den Apollomissionen in den Jahren
1968 bis 1971; Mars Viking I 1976 Pathfinder 1997; Jupiter Voyager I
1980 und Galileo 1995; Saturn Voyager II 1981; Uranus Voyager II 1986;
Neptun Voyager II 1989; der Pluto bisher nicht, weil seine Entfernung
zu ihm einfach zur Zeit zu groß ist.) aufgesucht worden. Der
Durchmesser des Sonnensystems beträgt 80 Astronomische Einheiten
® AE (1 AE = der mittlere Abstand Sonne-Erde dieser beträgt
1,4597870 x 108 Kilometer) das sind 12 x109 km
oder, in Lichtlaufzeit ausgedrückt, 12 Lichtstunden
(Lichtgeschwindigkeit (c) 299.792,458 Kilometer pro Sekunde). Der
Zentralkörper, auch als Zentralgestirn genannt, ist die Sonne. Sie
ist zugleich auch das gavitative Zentrum des Sonnensystems, weil sie
der massenreichste und größte Körper ist. Die Sonne
wird von neun großen Trabanten den Planeten, umkreist. Die
meisten Planeten, mit Ausnahme von Merkur und Venus, werden ihrerseits
von Monden (Satelliten) umrundet. Die Reihenfolge der Planeten
gemäß ihrer Abstände zur Sonne lautet wie folgend: Merkur,
Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn,
Uranus, Neptun und Pluto. Diese
Reihenfolge kann man sich leicht mit einem Merksatz einprägen. Mein
Vater erklärt mir jeden Sonntag
unsere neun Planeten.
Die Planeten und Asteroiden bewegen sich heute alle in der
selben Richtung wie die Erde um die Sonne. Ihre Umlaufbahnen fallen mit
der Ebene der Erdumlaufbahn und der Äquatorebene der Sonne
zusammen. Die Planetenbahnen liegen sämtlich innerhalb 40 AE
Entfernung von der Sonne, doch reicht der Einfluß der
Sonnenschwerkraft vermutlich weit darüber hinaus. Kometen, die nur
in den sonnennäheren Regionen des Sonnensystems ihre
unverwechselbare Gestalt offenbaren, stammen vermutlich aus der
Oortschen Wolke, die in etlichen tausend AE
Entfernung das Sonnensystem umgibt. Die Wolke ist vermutlich das Reservoir für die Kometen, die durch die Schwerkraft eines vorbeiziehenden Sterns ins innere Sonnensystem umgelenkt werden. E. Öpik äußerte diese Idee erstmals 1932, und Jan Oort entwickelte sie in den 50er Jahren weiter. Es gibt keinen direkten Hinweis für diese Wolke, sondern lediglich die indirekte Forderung, daß es ein ursprüngliches Reservoir geben muß, dessen Entfernung man aus den Kometenbahnen erschließen kann. Wie eine solche Wolke entstehen konnte, ist unklar. Möglicherweise bildeten sich die Kometenkerne in dem Gebiet der großen Planeten und wurden von deren Schwerkraft in die äußeren Bereiche des Sonnensystems geschleudert.
Auf die Photosphäre folgt weiter außen die Chrormosphäre
der Sonne. Sie ist während einer tolaen Sonnenfinsternis als
leuchtender rosafarbener Kranz um die Sonne sichtbar. Aus der
Chrormosphäre schießen Spiculen und Protuberanzen
heraus. Nach außen setzen sich die dünnsten Schichten der
Sonnenatmosphäre fort und bildet die sogenannte Korona,
die sich noch weit in
den interplanetaren Raum erstreckt.
Planet. Ein Körper, der die Sonne oder einen anderen Stern umrundet und dessen Masse zugering ist, um selbst ein Stern zuwerden (weniger als etwa ein zwanzigstel Sonnenmasse). Planeten leuchten nicht selbst, sondern reflecktieren lediglich das Sonnenlicht. Sie bestehen entweder im wesentlichen aus Gestein, wie die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars, oder aus Gas (mit einem kleinen Gesteinskern), wie die äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus, und Neptun. Zusammen mit Pluto bilden sie die großen Planeten im Sonnensystem. Darüber hinaus gibt es eine große Zahl an Kleinplaneten oder Asteroiden. Bis heute ließ sich noch kein Planet um einen anderen Stern zweifelsfrei nachweisen. Unregelmäßigkeiten in der Bewegung bestimmter Sterne wie Barnards Pfeilstern sowie statistische Argumente deuten jedoch darauf hin, daß es sie gibt. Barnards Pfeilstern. Ein Stern 9. Größe im Sternbild Ophiuchus, der die größte Eigenbewegung aller Sterne besitzt. Diese Tatsache wurde 1916 von dem amerikanischen Astronom E. E. Barnard endeckt. Die Position des Sterns ändert sich um 10,3 Bogensekunden pro Jahr durch die Relativbewegung zur Sonne. Er ist mit seiner Sonnenentfernung von 5,88 Lichtjahren der drittnächste Stern. Kleine Unregelmäßigkeiten in der Bewegung von
Barnards Pfeilstern werden als Hinweis auf zwei unsichtbare
Planeten mit 0,7 und 1,15 Jupitermassen interpretiert, die mit Perioden
von 12 und 26 Jahren in einer Entfernung von 3 und 5 AE um den Stern
kreisen.
Letzte Änderung: 15.05.2003 |