Die Monde des Uranus

Miranda. Der bis zum Vorbeiflug von Voyager 2 im Jahre 1986 kleinste, bekannte Uranusmond. Er wurde 1948 von Gerard Kupier endeckt. Die Raumsonde flog in einem Abstand von ca. 3.000 km an Miranda vorbei und funkte dabei eine Reihe von Aufnahmen zur Erde.Obwohl er einen Durchmesser von lediglich 470 km besitzt, weist seine Oberfläche doch sehr verschiedene Geländearten auf. Neben stark mit Kratern übersäten Gebieten, wie man sie auf anderen Monden oder Planeten findet, gibt es ausgedehnte Brüche und Bergkämme. Es ist unwahrscheinlich, daß eine solch abwechselungsreiche Landschaft durch geologische Aktivitäten zustandegekommen sein kann. Manche Forscher vermuten, daß Miranda bei einem Zusammenstoß mit einem großen Körper in mehrere Teile zerbrach und sich durch eigene Schwerkraft wieder zusammenzog.


Ariel. Einer der größeren Monde Uranus, entdeckt 1851 von W. Lassel. Auf Bildern der Voyager 2 aus dem Jahre 1986 erscheint seine Oberfläche stark von Kratern, Grabenverwerfungen und Tälern zerfurcht. Sein Erscheinungsbild legt nahe, daß es in der Vergangenheit beträchtliche geologische Aktivitäten gab.






Umbriel. Mond des Uranus, 1851 ebenfalls von W. Lassel entdeckt. Auf den Bildern der Voyager 2 Mission im Jahre 1986 erkennt man das Umbriel viel dunkler ist als die anderen vier Uranusmonde. Es scheint, als sei die Oberfläche erst, astronomisch gesehen, kürzlich von dunklem Material bedeckt worden. Auch er ist von Kratern übersät; einer davon, 110 km Durchmesser, ist sehr hell, in auffälligem Kontrast zum Rest der Oberfläche.





Titania
.
Der größte Mond Uranus, 1787 von William Herschel entdeckt. Beim Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 2 im Jahre 1986 zeigte sich Titania mit Kratern übersät, obschon es auch Gebiete mit gringerer Kraterdichte gibt. Dies deutet darauf hin, daß es in der Vergangenheit oberflächenverändernde Aktivitäten gegeben haben könnte. Die Oberfläche ist von Tälern und Brüchen zerfurcht, einige davon teilen große Krater in zwei Hälften.





Oberon
.
Einer der großen Uranusmonde, ebenfalls von W. Herschel im Jahre 1787 entdeckt. Seine Oberfläche ist mit Kratern übersät, von denen viele von hellen Strahlen und Flächen mit Auswurfmaterial umgeben sind. Einige weisen im Inneren sehr dunkles Material auf.




Auszug aus Tabelle 11a und b (Tabellen der Astronomie)

Name Entdecker Jahr der
Entdeckung
Helligkeit
(Vo)a
Mittlerer
Abstand vom
Planeten
(km)
Siderische
Umlaufzeit
(Tage)
Monde des Uranus          
Miranda G. Kuiper 1948 16,5 129.780 1,414
Ariel W. Lassell 1851 14,4 191.240 2,520
Umbriel W. Lassell 1851 15,3 265.970 4,144
Titania W. Herschel 1787 14,0 435.840 8,706
Oberon W. Herschel 1787 14,2 582.600 13,463

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Letzte Änderung: 01.06.2003