Die Sternbilder - Die Andromeda

Deutscher Name Lateinischer Name Genitiv Abkürzung
Andromeda Andromeda Andromedae And

Rektaszension Deklination Fläche (°)²
22h 57m bis 2h 39m +21° bis +50° 722



Sternkarte (29kB)

Sternkarte aus J.E. Bodes Sternatlas von 1782 (185 kB)

Sichtbarkeit

Von Mitteleuropa aus teilweise zirkumpolar. Kulmination um Mitternacht Ortszeit: im Oktober.

Beschreibung

Andromeda ist ein großes, auffälliges Sternbild am Nordhimmel. Die Andromeda grenzt auf der einen Seite an Perseus, auf der anderen an Pegasus. Warum Alpheratz im Sternbild Pegasus in das Sternbild Andromeda verlegt wurde, bleibt ein Rätsel.

Die drei Hauptsterne von Andromeda haben alle eine Helligkeit von 2,1 mag. Ihre Namen werden häufig gebraucht, alpha heißt Alpheratz, beta heißt Mirach und gamma Almaak. Sie liegen 72, 88 und 121 Lichtjahre entfernt und sind 96, 115 bzw. 95mal so hell wie die Sonne. Alpheratz ist ein spektroskopischer Doppelstern vom A-Typ. Mirach ist orange-rot, was mit einem Fernglas sehr gut zu sehen ist. Man nimmt an, daß er leicht veränderlich ist.

Almaak ist ein außerordentlich hübscher Doppelstern mit einer orangefarbenen, 2,2 mag hellen Hauptkomponente vom K-Typ und einem 5,0 mag hellen, heißen Begleiter, der im Vergleich dazu bläulich aussieht. Das Paar kann mit fast jedem Teleskop aufgelöst werden, denn der Abstand beträgt 9,6". Der Begleiter ist ein enger Doppelstern, der ein gutes Testobjekt für 25 cm-Teleskope abgibt (Distanz: 0,4").

Delta ist ein weiterer oranger Riese vom K-Typ, der 150 Lichtjahre entfernt ist.

56 And ist ein schwächeres Paar bestehend aus zwei Sternen 6. Größe mit einer Distanz von 200".

R Andromedae, nahe dem Dreieck theta, sigma und rho, ist ein Veränderlicher Mira-Stern. Er kann zeitweise die 6. Größe übersteigen und ist wegen seiner außerordentlichen roten Farbe leicht auszumachen. Im Minimum hat er nur eine scheinbare Helligkeit von 15 mag und ist dann für kleine Fernrohre unsichtbar.

Natürlich ist der Grosse Andromedanebel das meist bewunderte Objekt in dieser Sternkonstellation. Im Messier Katalog trägt er die Nummer 31. Wenn der Himmel klar und dunkel ist, kann man ihm noch mit bloßem Auge sehen, der arabische Astronom Al-Sufi nannte ihn "eine kleine Wolke". Wir schauen unter einem flachen Winkel auf M31, was schade ist, denn schauten wir senkrecht auf seine Spiralarme, sähe das wirklich großartig aus. Der moderne Wert für die angegebene Entfernung ist 2,2 Millionen Lichtjahre, obwohl es möglich ist, daß dieser Wert leicht nach oben hin korrigiert werden muss. M31 ist eine größere Galaxie als die Milchstraße und hat zwei Begleiter. Es handelt sind die elliptischen Zwerggalaxien M32 und NGC205. Sie sind im Teleskop leicht zu erkennen. Man muß zugeben, das M31 durch ein Teleskop betrachtet nicht sehr eindrucksvoll aussieht. Erst die Photographie enthüllt die wahre Pracht und den Detailreichtum dieser Galaxie. Es wurden schon Novae in M31 entdeckt, und 1885 leuchtete die 6 mag helle Supernova S Andromedae auf. Sie wurde nicht ausgiebig beobachtet, da ihre wahre Natur zu der Zeit niemandem bewußt war. Man hielt M31, wie andere Spiralgalaxien, für einen Gasnebel in unserer Galaxis.

Der offene Sternhaufen NGC752 zwischen gamma Andromedae und beta Trianguli ist am besten mit dem Fernglas sichtbar, da seine Mitglieder sehr zerstreut und der Haufen relativ unauffällig ist. Er enthält einige Hundert Sterne mit Helligkeiten zwischen 9 und 10 mag. NGC752 ist etwa 3400 Lichtjahre entfernt.

Es lohnt sich, den Planetarischen Nebel NGC7662 aufzusuchen. Er liegt nahe dem Dreieck lambda, kappa und tau. Im Teleskop erscheint er als verwaschenes, bläulichgrünes Sternchen der Helligkeit 8,3 mag. Um seine Ringstruktur zu erkennen, bedarf es eines großen Teleskops.


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HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 28.03.2010
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