Die Sternbilder - Der Adler
SichtbarkeitBeschreibungAtair ist 16,6 Lichtjahre entfernt, und ist nach alpha Centauri, Sirius und Procyon der nächste Stern erster Größe und einer der hellsten strahlenden Sterne um Umkreis von 20 Lichtjahren um die Sonne. Er ist zehnmal heller als die Sonne. Aus Untersuchungen seines Spektrums weiß man, dass er sehr schnell rotiert: Innerhalb von 6,5 Stunden dreht er sich einmal um seine Achse. Atair ist an beiden Seiten von zwei schwächeren Sternen umgeben. Es sind gamma (Tarazed) und beta (Alshain). Gamma ist ein orangefarbener K-Stern, sehr viel leuchtkräftiger als Atair, aber auch viel weiter entfernt. Eta Aquilae ist ein veränderlicher Cepheide. Seine Helligkeit schwankt in einem Zeitraum von 7.2 Tagen zwischen 3,4 und 4,4 mag. Delta und theta sind ideale Vergleichssterne. Im Minimum ist iota (4,0 mag) ein nützlicher Vergleichsstern. Epsilon Aquilae ist ein Delta-Cephei-Stern, dessen scheinbare Helligkeit mit einer Periode von 7,2 Tagen zwischen 3,5 und 4,4 mag schwankt. Ein Veränderlicher vom Mira-Typ ist hingegen R Aquilae; seine Helligkeit schwankt zwischen der 5. und 6. Größenklasse mit einer Periode, die etwa 300 Tage beträgt. Ein schon im kleinen Fernrohr leicht zu trennender Doppelstern ist 15 Aql. Er besteht aus einem gelben Stern fünfter Größe, der von einem Stern siebenter Größe in 39" Abstand begleitet wird. Ein anderes, mit kleinen Fernrohren leicht zu beobachtendes Paar ist 57 Aql, bestehend aus zwei Sternen 6. Größe mit einem Abstand von 35,7". Für grössere Teleskope ab einer Öffnung von 100 mm ist pi Aql ein interessantes Objekt. In 1,4" Entferung vom 6,2 mag hellen Hauptstern (Spektraltyp F2) befindet sich ein 6,9 mag heller Begleiter vom Spektraltyp A2. Der planetarische Nebel NGC 6803 weist einen schmalen, aber hellen Ring auf. Beobachtet man NGC 6891, so erkennt man eine helle Scheibe, die von einem schächeren Ring umgeben ist; dieser hat einen Durchmesser von etwa 15". In der Nähe von gamma steht der Dunkelnebel Barnard 142/143. Zur Beobachtung ist eine dunkle, mondlose Nacht und ein Feldstecher notwendig. Der Dunkelnebel steht dann im deutlichen Kontrast zu seiner sternreichen Umgebung. Bei diesen Dunkelnebel handelt es sich um interstellare Staubwolken, die das Licht der dahinterliegenden Sterne schwächen oder ganz absorbieren.
Es gibt nur drei Radaruntersuchungen, die Hinweise auf die Existenz der Juni
Aquiliden geben. So wie es aussieht fallen die Meteore vom 2. Juni bis zum 2.
Juli mit einer Rate von etwa 13 bis 35 Meteoren pro Stunde. Um den Meteorschauer
der Epsilon Aquiliden beobachten zu können, muß man offenbar einigen Aufwand an
optischen Hilfmittel treiben. Soweit die Quellen sagen, findet dieser Schauer
Mitte Mai statt.
HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 28.03.2010 © Lexikon der Astronomie |