Die Sternbilder - Der Widder

Deutscher Name Lateinischer Name Genitiv Abkürzung
Widder Aries Arietis Ari

Rektaszension Deklination Fläche (°)²
1h 47m bis 3h 29m +10° bis +31° 441



Sternkarte (29kB)

Sternkarte aus J.E. Bodes Sternatlas von 1782 (185 kB)

Sichtbarkeit

Kulmination um Mitternacht Ortszeit: Ende Oktober.

Beschreibung

Aries. Der Widder ist mit seinem Trio aus den Sternen alpha, beta und gamma recht gut zu erkennen. Alpha oder Hamal ist rötlich und von zweiter Größe, gamma oder Mesartim ist ein weiter Doppelstern mit gleichen Komponenten. Beide Komponenten sind bei gamma Arietis jeweils 4,8 mag hell und stehen in einem Abstand von 7,8" zueinander. Sie können bereits mit einem kleinen Teleskop getrennt werden.

Der A2Vs stern epsilon Ari ist ein herrlicher Doppelstern und ein hervorragender Test für eine 8cm-Teleskop. Die Distanz beträgt 1,4".

Ein gut geeignetes Objekt für Ferngläser stellt lambda Ari dar. Der Stern 5. Größe und sein Begleiter 7. Größe sind sehr leicht aufzulösen.

Der Doppelstern pi Ari erscheint als ein blau-weißer Stern 5. Größe. Sein Begleiter ist sehr nah, kann aber (ca. 3") mit kleinen Teleskopen mit einer hohen Vergrößerung getrennt werden.

Es gibt eine recht große Anzahl von Meteorschauern, die mit diesem Sternbild assoziiert sind: Die Mai Arietiden, die 1960 entdeckt worden sind, gehören zu den Tagesschauern (am Tage sichtbar). Vom 4. Mai bis zum 6. Juni ist dieser Schauer aktiv; sein Maximum erreicht er am 16. Mai. Zwischen dem 7. September und dem 27.Oktober ist der Schauer der Herbst Arietiden aktiv. Das Maximum der Schauertätigkeit wird mit 3 bis 5 Meteoren pro Stunde um den 8. Oktober erreicht. Der Meteorschauer Delta Arietiden wurde 1959 entdeckt. Es scheint, daß er vom 8. bis zum 13. Dezember aktiv ist. Die Epsilon Arietiden sind ein Tageslichtschauer. Seine Aktivität erstreckt sich vom 25. April bis zum 27. Mai, wobei das Maximum am 9. Mai erreicht wird. Dieser Strom ist vielleicht mit den Südlichen Tauriden (im November) verbunden. Der stärkste Tageslichtschauer im Verlauf des Jahres ist der der Tages-Arietiden. Die Meteore fallen vom 22. Mai bis zum 2. Juli. Das Maximum findet am 8. Juni mit einer stündlichen Rate von bis zu 60 Meteoren statt. Die Aries-Trianguliden sind erst vor kurzem entdeckt worden. Am 12. September 1993 wurde unerwartet eine Schaueraktivität beobachtet.



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HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 28.03.2010
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