Die Sternbilder - Der Walfisch

Deutscher Name Lateinischer Name Genitiv Abkürzung
Walfisch Cetus Ceti Cet

Rektaszension Deklination Fläche (°)²
23h 56m bis 3h 23m -24° bis +10° 1231



Sternkarte (29kB)

Sternkarte aus J.E. Bodes Sternatlas von 1782 (185 kB)

Sichtbarkeit

Kulmination um Mitternacht Ortszeit: im Oktober.

Beschreibung

Cetus ist ein großes Sternbild, es bedeckt 1232 Quadratgrad am Himmel. In der Mythologie repräsentiert es ein Meerungeheuer, das ausgeschickt wurde, um die Prinzessin Andromeda zu verschlingen. Es wurde aber zu Stein, als Perseus ihm den Kopf der Gorgone zeigte.

Der hellste Stern, beta (Diphda) ist ein orangefarbener K-Stern, 68 Lichtjahre entfernt und 75mal so hell wie die Sonne. Er ist ein Veränderlicher und kann mit dem bloßen Auge beobachtet werden. Aber Mangels an geeigneten Vergleichssterne ist seine Helligkeit schwer einzuschätzen. Theta und eta liegen eng zusammen. Theta ist weiß und eta, ein Stern des Spektraltyps K, ist eher orange. Beobachtet man ent im Fernglas, so findet man im selben Gesichtsfeld man im den schwachen Doppelstern 37 Ceti.

Tau Ceti ist besonders interessant. Er ist nur 11,9 Lichtjahre entfernt und etwa ein Drittel so hell wie die Sonne. Es handelt sich bei ihn um einen K-Stern. Er ist einer der beiden nächsten, sonnenähnlichen Sterne (epsilon Eridani ist der andere). Sehr wahrscheinlich besitzt er auch ein Planetensystem. Daher hat man bei tau Ceti nach Signalen Ausschau gehalten, die von einer ausserirdischen Zivilisation stammen könnten - bis jetzt aber ohne Erfolg. Der Flare-Stern UV Ceti liegt weniger als drei Grad südwestlich von tau.

Der "Kopf" von Cetus besteht aus alpha, gamma, my, xi und delta. Alpha (Menkar) ist ein M-Riese, 130 Lichtjahre entfernt und 132mal so hell wie die Sonne. Auch er wird als leicht veränderlich erachtet. Er ist ein Doppelstern. Die Komponenten besitzen eine sehr lange Umlaufzeit und sind ziemlich einfach mit einem kleinen Teleskop zu trennen.

Mira (omikron Ceti) ist der prototypische Langperioden-Variabler. Er ist bekannt dafür, daß er manchmal die zweite Größenklasse erreicht, zu anderen Zeiten jedoch steigt er kaum über die vierte. Ein paar Wochen im Jahr kann man ihm mit blossem Auge beobachten - dann verändert er das Aussehen der ganzen Region. Er war der erste veränderliche Stern, der entdeckt wurde, und ist der uns nächste M-Riese. Seine Entfernung beträgt 95 Lichtjahre, und er ist mehr als 100mal heller als die Sonne. Seine durchschnittliche Periode beträgt 331 Tage. Das sind weniger als 11 Monate. Fällt ein Maximum in eine Zeit, in der Mira unsichtbar ist, so dauert es mehrere Jahre, ehe Mira im Maximum wieder am Nachthimmel zu sehen ist. Mira hat einen schwachen Begleiter, der sich paralell zu seinem Hauptstern durch den Raum bewegt. Auch von diesem Stern nimmt man an, dass er ein Veränderlicher ist. Seine Nähe zu seinem Hauptstern macht ihn zu einen schwierigen Beobachtungsobjekt.

M77 ist eine massereiche Seyfert-Spiralgalaxie und ist eine starke Radioquelle. Sie liegt nahe delta und ist nicht schwer auszumachen, aber ihr Kern ist, verglichen mit den Spiralarmen, so hell, daß er sogar bei schwacher Vergrößerung die Gestalt eines eher verschwommenen Sterns annimmt. Die Entfernung beträgt etwa 52 Millionen Lichtjahre. NGC247, nahe bei beta ,ist ziemlich groß, hat aber eine niedrige Oberflächenhelligkeit. Wir sehen sie unter einem ungünstigen Winkel, so daß wir ihre Spiralform nicht gut erkennen können. Alle anderen Galaxien in Cetus sind erheblich schwächer.

Meteor Schauer: Oktober Cetiden, Eta Cetiden, Omicron Cetiden


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HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 28.03.2010
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