Die Sternbilder - Die Zwillinge
SichtbarkeitBeschreibungGemini. Die himmlischen Zwillinge, Castor und Pollux, bilden ein beeindruckendes Paar. Pollux ist der hellere Stern. Er ist 36 Lichtjahre entfernt. Castor ist dagegen 46 Lichtjahre weit weg und ein orangefarbener K-Stern, dessen Leuchtkraft die Sonne 60mal übertrifft. Castor ist ein hübscher Doppelstern mit einer Umlaufieit von 420 Jahren. Obwohl der Abstand geringer heutzutage ist als im vorigen Jahrhundert, kann man ih immer noch als ein geeignetes Objekt für kleine Teleskope nehmen. Jede Komponente ist ein spektroskopischer Doppelstern. Ganeben gibt es noch eine weitere Komponente des Systems, den Bedeckungsveränderlichen YY Geminorum. Zeta ist ein Cepheide mit einer Periode von 10,15 Tagen. Seine Periode dauert fast zweimal so lange vie die von delta Cephei selbst, und zeta Geminorum ist entsprechend heller. Im Maximum erreicht er eine absolute Helligkeit von 5000 Sonnenleuchtkräften. eta, oder Propus, hat eine rote Farbe und ist ein halbregelmäßiger Veränderlicher, dessen Helligkeit zwischen 3,1 zu 3,9 mag schwankt. Seine Periode dauert etwa etwa 233 Tage. Ein guter Vergleichsstern vom selben Spektraltyp (M3) ist my. Er hat auch die selbe Farbe. Ebenfalls in den Zwillingen liegt der Stern U Geminorum, der Prototyp einer ganzen Klasse von Veränderlichen, den Zwerg-Novae. Sterne dieses Typs sind als U Geminorum oder als SS Cygni-Sterne bekannt. U Geminorum ist allerdings schwächer als SS Cygni, da seine Normalhelligkeit nur 14,9 mag beträgt und er auch im Maximum nie heller wird als 8,2 mag. Das durchschnittliche Intervall zwischen seinen Ausbrüchen liegt etwas über 100 Tage. M35 ist ein sehr schöner offener Sternhaufen nahe bei eta und my. Er ist 2850 Lichtjahre entfernt und wurde 1746 von Cheseaux entdeckt. Messier nannte ihn "eine Gruppe von sehr kleinen Sternen". Es lohnt sich auch, NGC2392, den Eskimo-Nebel, zu suchen. Es ist ein planetarischer Nebel zwischen den Sternen kappa und lambda. Der Zentralstern hat eine scheinbare Helligkeit von 10 mag. Wie alle planetarischen Nebel expandiert er und hat nun einen Durchmesser von einem halben Lichtjahr erreicht. Seine entfernung beträgt 2500 Lichtjahre. Es war William Herschel, der diese Objekte zuerst "planetarische Nebel" nannte, weil er dachte, daß ihre blass leuchtenden Scheibchen aussehen wie Planetenscheibchen. Aber der Name könnte unangemessener sein, denn mit Planeten haben diese Objekte überhaut nichts zu tun. Einer der reichsten Meteorschauer ist in diesem Sternbild sichtbar (er scheint seinen Ursprung in der Umgebung von Castor zu haben), die sog. Geminiden. Sie erreichen ihr Maximum am 13. und 14. Dezember. Der Meteorschauer der Rho Geminiden ist ab Ende Dezember bis Ende Januar zu beobachten. Sie haben ihr Maximum am 8. Januar sowie ein zweites Maximum am 21. Januar.
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