Die Sternbilder - Der Pfau

Deutscher Name Lateinischer Name Genitiv Abkürzung
Pavo Pavo Pavonis Pav

Rektaszension Deklination Fläche (°)²
17h 41m bis 21h 30m -74° bis -56° 378



Sternkarte (29kB)

Sternkarte aus "Mercurii philosophici firmamentum firmianum" von Corbinianus Thomas, Frankfurt/Leipzig, 1730 (95 kB)

Sichtbarkeit

Das Sternbild ist unterhalb von 16° Nord vollständig sichtbar. Ab 34° Süd ist das ganze Sternbild zirkumpolar.
Kulmination um Mitternacht Ortszeit: im Juli.

Beschreibung

Pavo, der Pfau, hat einen hellen Stern, alpha, der mit Hilfe von alpha Centauri und alpha Trianguli Australe gefunden werden kann. Er hat keinen Eigennamen und ist ziemlich isoliert vom Rest des Sternbilds. Er ist vom Typ B, 230 Lichtjahre entfernt und 700mal so hell wie die Sonne.

Kappa Pavonis ist ein kurzperiodisher Veränderlicher mit Helligkeitsschwankungen von 3,9 bis 4,7 mag und einer Periode ca 9 Tagen. Geeignete Vergleichssterne sind epsilon (3,96), gamma (4,22), zeta (4,01), xi (4,36) und ny (4,64). Vermeiden Sie lambda, der selbst ein Veränderlicher ist. Zum Beobachten von lambda können dieselben Vergleichssterne benutzt werden. Kappa Pavonis ist ein W Virginis-Stern und bei weitem das hellste Mitglied dieser Klasse. K ist nicht mehr als viermal so hell wie die Sonne, Seine Entfernung beträgt 75 Lichtjahre.

Der Doppelstern xi Pav besteht aus einem sehr ungleichen Paar. Der Hauptstern ist ein Roter Riese mit einer Helligkeit von 4.36 Magnituden. Sein Begleitstern scheint nur mit 8.1 Magnituden und ist daher schwer zu beobachten. Der helle Glanz des Hauptsterns überstrahlt ihn. Mit kleinen Teleskopen wird man wahrscheinlich dieses Paar nicht beobachten können.

Der veränderliche Stern kappa Pav gehört zu den pulsierenden Sternen der W Virginis Klasse. Alle neun Tage, eine Stunde und 36 Minuten schwankt die Helligkeit dieses F5 Überriesen von 3.9 auf 4.8 Magnituden.

Ein hübsches Objekt für Ferngläser und kleine Teleskope stellt der relativ große Kugelsternhaufen NGC 6752 dar. Er ist 20000 Lichtjahre entfernt. In den äußeren Regionen dieses Sternhuafens 7. Größe kann man einen Doppelstern 8. Größe erkennen, der jedoch nicht zu dem Sternhaufen gehört. Dieser Doppelstern ist offenkundig ein Feldstern.


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HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 07.04.2010
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