Die Sternbilder - Das Schild

Deutscher Name Lateinischer Name Genitiv Abkürzung
Schild Scutum Scuti Sct

Rektaszension Deklination Fläche (°)²
18h 21m bis 18h 58m +15° bis -3° 109



Sternkarte (29kB)

Sternkarte aus J.E. Bodes Sternatlas von 1782 (185 kB)

Sichtbarkeit

Kulmination um Mitternacht Ortszeit: Anfang Juli.

Beschreibung

Dieses kleine Sternbild liegt südlich vom Sternbild Adler, mitten in der Milchstraße.

Die Bezeichnung der Delta-Scuti-Sterne leitet sich von den Stern delta Scuti ab, eines speziellen Typs der Pulsationsveränderlichen. Die Schwingungsamplituden sind mit einer bis fünf Stunden relativ kurz, und die Helligkeitsschwankungen betragen in der Regel weniger als 0,1 Größenklassen. Die scheinbare Helligeit von delta Scuti wechselt innerhalb von 4,3 Stunden zwischen 4,7 mag und 4,8 mag.

Der veränderliche R Scuti ist der hellste Veränderliche der RV Tauri-Klasse und ein bevorzugtes Objekt für Ferngläser. Im Helligkeitsverlauf wechseln sich regelmäßig flache und tiefe Minima ab, allerdings mit gelegentlichen Unregelmäßigkeiten. Seine Periode beträgt ca.140 Tage und seine Helligkeit varriert innerhalb von 4,3 Stunden zwischen 4,7 mag und 4,8 mag.

Zu den offenen Sternhaufen in Scutum gehören M11 und M26. M11 ist unter dem Spitznamen "Wildente" bekannt. Er ist ein schönes Beobachtungsobjekt. Im Teleskop bietet er einen prachtvollen Anblick, denn er besteht aus Hunderten von Sternen und läßt sich leicht finden, da er sich in der Nähe von lambda und 12 Aquilae befindet.

Weniger imposant ist der offene Sternhaufen M 26. Im Fernglas bzw. kleinem Fernrohr erscheint er als ein blasser Nebelfleck. Mit einem 15- oder 20-Fernrohr kann man ca. 25 Sterne erkennen.

Der Meteorschauer Juni Scutids ist vom 2. Juni bis zum 29. Juli aktiv. Das Maximum der Schauertätigkeit findet am 27. Juni statt; die stündliche Rate beträgt zwischen zwei und vier Meteoren.


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HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 07.04.2010
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