Die Sternbilder - Der Tukan

Deutscher Name Lateinischer Name Genitiv Abkürzung
Tukan Tucana Tucanae Tuc

Rektaszension Deklination Fläche (°)²
22h 10m bis 1h 22m -75° bis -56° 295



Sternkarte (29kB)

Sichtbarkeit

Das Sternbild ist unterhalb von 34° Nord vollständig sichtbar. Ab 15° Süd ist das ganze Sternbild zirkumpolar.
Kulmination um Mitternacht Ortszeit: im September.

Beschreibung

Tucana, der Tukan. Obwohl er der unscheinbarste aller Vögel am Südhimmel ist, wird dieses Sternbild durch die Kleinen Magellanschen Wolke und zwei schöne Kugelhaufen bereichert. Der hellste Stern ist alpha, en Stern vom Spektraltyp K. Er ist auffallend orange. Beta ist ein Doppelstern für das kleine Fernrohr. Seine Komponennten sind etwa gleich hell (4,4 und 4,8 mag) haben einen Abstand von 27". Die heller Komponente ist wiederum ein Doppelstern. Die Komponennten sind 4,4 und 13,4 mag hell und 2,4" entfernt.

Die Kleine Magellansche Wolke (Abk. KMW oder SMC im der angelsächsischen Literatur) ist mit bloßen Auge sehr deutlich zu sehen. Sie ist weiter weg als die GMW, aber die beiden sind durch eine "Brücke" aus Wasserstoffgas verbunden und liegen nicht mehr als 80000 Lichtjahre auseinander. Die KMW enthält Objekte aller Art einschließlich vieler kurzperiodischer Veränderlicher. Es war 1912, als Henrietta Leavitt die PeriodenLeuchtkraft-Beziehung aufstellen konnte, die extrem wertvoll für Astronomen ist, da sie eine Beziehung zwischen der Periode eines Cepheiden und seiner absoluten Helligkeit liefert.

Dicht neben der KMW am Himmel steht der Kugelsternhaufen NGC104 (47 Tucanae). Er hellste aller Kugelhaufen nach omega Centauri. 47 Tuc ist überraschend arm an veränderlichen Sternen. Mit dem Hubble-Weltraum-Teleskop aufgenommene Photos konnte man diesen Haufen bis in sein Zentrum hinein auflösen. Er ist etwa 15000 Lichtjahre entfernt. Im Teleskop oder auch im Fernglas sieht man, daß seine Oberflächenhelligkeit viel größer als die der KMW ist. Ein anderer Kugelhaufen in der selben Region ist NGC362.


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HTML kodiert von Uwe Nolte und Hans-Peter Jäger. Letzte Änderung: 07.04.2010
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