Tabellen der Astronomie

Zahlen, Fakten, Daten


Tabelle 8: Elementarteilchen

Klasse Name Symbol Masse [MeV] Lebensdauer [s] Q JP I I3 Zerfallsarten
Photonen Photon 0 unendlich 0 1-     -
Leptonen Elektroneutrio e e 0? unendlich 0 1/2     -
Myonneutrio µ µ 0? unendlich 0 1/2     -
Tauneutrio 0? unendlich 0 1/2     -
Elektron e- e+ 0,511 unendlich -1 1/2     -
Myon µ- µ+ 105,659 2,20x10-6 -1 1/2     µ-   e-+ e+ µ
Tauteilchen - + 1782 <3,5x10-12 -1 1/2     -   e-+ e+
Mesonen Pionen + + 139,567 2,60x10-6 1 0- 1 1 +   µ++ µ; +   e++ e
o o 134,963 0,83x10-16 0 0- 1 0 o  + ; o   e-+e+
Kaonen K+ K- 493,67 1,24x10-8 1 0- 1/2 1/2 K+   µ++ µ; K+    ++ o
Ko 497,67 0,89x10-10 0 0- 1/2 -1/2 50% , 50%
497,67 0,89x10-10 0 0- 1/2       ++ -;     ++ o
497,67 5,18x10- 8 0 0- 1/2       -+e++ e     -++ µ
    o+ o+ o     o+ ++ -
Etameson 548,8 7,9x10 -19 0 0- 0 0     +    3 o     o+ ++ -
D-Meson D+ D- 1849,4 11,5x10-13 1 0- 1/2 1/2 D+   e-+ ++ +; D+   K-+ ++ +
Do o 1864,7 4,4x10-13 0 0- 1/2 -1/2 Do   K-+ ++ o; Do   Ko+ ++ -
F-Meson F+ F- 1971 1,9x10-13 1 0- 0 0 F+    + + (+ ++ -)
B-Meson B+ B- 5270,8 14,4x10-13 1 0- 1/2 1/2 B+   D++ o; Bo   Do+ +
Bo o 5274,2 14,4x10-13 0 0- 1/2 1/2 B0   D0+ o; Bo   Do+ ++ -
Baryonen Proton p 938,28 unendlich 1 1/2+ 1/2 1/2 -
Neutron n 939,57 918 0 1/2+ 1/2 -1/2  p+e-+ e
Lambdahyperon 1115,60 2,63x10-10 0 1/2+ 0 0    p+ -    n+ o
Sigmahyperon 1189,37 0,80x10-10 1 1/2+ 1 1 +   p+ o +   n+ +
o o 1192,47 5,80x10-20 0 1/2+ 1 0 o    +
- - 1197,47 1,48x10-10 -1 1/2+ 1 -1 -   n+ -
Xihyperon - - 1321,32 1,65x10-10 -1 1/2+ 1/2 -1/2 -    + -
o o 1314,9 2,90x10-20 0 1/2+ 1/2 1/2 o    + -
Omegateilchen  -  - 1672,2 0,82x10-10 -1 3/2+ 0 0  -    o+ -  -     -+ o  -    +K-
Charm-Lambda 2282,0 2,34x10-13 1 1/2+ 0 0    p+K-+ +     +


Die in Hadronen (= Baryonen und Mesonen), Leptonen und Photonen unterteilten Elementarteilchen werden durch quantenmechanische Zustände beschrieben, die durch eine Reihe von messbaren Ouanteneigenschaften oder Quantenzahlen charakterisiert werden können: Ruhemasse bzw. Ruheenergie M, Spin J (Drehimpuls im Ruhesystem), Parität P, elektrische Ladung Q, Baryonenzahl B, Isospin I (Komponente I3), Leptonenzahlen (Le, Lµ und L ) und mittlere Lebensdauer. Bei Hadronen kommt ausserdem noch Stragneness (bzw. Hyperladung Y), Charm C, Beauty b und Truth t hinzu. Die drei ersten Quantenzahlen hängen mit der Erhaltung von Energie, Impuls und Drehimpuls zusammen. Die anderen sind mit Eichvarianzen sowie mit der Existenz innerer Symmetrien verbunden. Baryonen und Leptonen haben halbzahligen, Mesonen und Photonen ganzzahlingen Spin.
Für Baryonen ist die Baryonenzahl B = 1, für ihre Antiteilchen ist B = -1, und für alle anderen Teilchen ist B = 0. Für Leptonen ist jeweils eine der Leptonenzahlen = 1 (bzw gleich -1 für ihre Antiteilchen), sonst 0.
Die entdeckung der K-Mesonen (Kaonen) und Hyperionen (Strage particles) sowie deren Zerfallseigenschaften führten zur Einführung der Erhaltungsgrösse S (Strangeness). S bleibt bei allen Wechselwirkungen (ausser bei schwachen) erhalten.
Die Parität und die I3-Komponente des Isospins bleiben bei starker und elektromagnetischer Wechselwirkung erhalten, die Isospinquantenzahl dagegen nur bei der starken Wechselwirkung. Offenbar gilt: je stärker die Wechselwirkung, desto mehr Sysmmetrieeigenschaften. Bisher gibt es dafür noch keine Erklärung.
Einen systematischen und durch die inneren Symmetrien erklärbaren Überblick über die Hadronen geben die im Achtfach-Weg-Modell (Oktettmodell) von M. Gell-Mann und Y. Ne'enman eingeführten, als Supermultipletts bezeichneten Jp-Multip]etts, z.B. das Baryonenoktett 1/2+, das Baryonenresonanzendekuplett 3/2+, das Mesonennonett 0/2-, das Mesonennonett 1/2- u.a. Ersichtlich gibt es in diesen Diagrammen Gruppen von E. mit annähernd gleicher Masse und gleicher Baryonenzahl (und natürlich gleichem Spin und gleicher Parität), aber verschiedener elektrischer Ladung e. Es liegt nahe, diese Teiichen zu eigenen Multipletts zusammenzufassen, die durch den Isospin charakterisiert werden. Zu jedem solchen Isospinmultiplett gehört eine ganz- oder halbzahlige Größe I. aus der sich die Multiplizität zu 2l + l ergibt. Die einzelnen Mitglieder dieses Isospinmultipletts sind durch I3 (= I, I-1,..., -I) gekennzeichnet. Ein Beispiel liefern die Pionen mit I = 1 und I3=1, 0, -1. Für die Nukleonen n und p ist I = 1/2, sie bilden ein Isospindublett; das Lambda-Hyperon bildet ein Isospinsingulett. Diese Zuordnungen bekommen ihren Sinn auch durch die experimentell bestätigte Isospininvarianz (Ladungsunabhängigkeit) der starken Wechselwirkung. Da die Photonen und Leptonen keine starken Wechselwirkungen ausüben, scheint dort die Einführung eines Isospins sinnlos zu sein.



Diese Tabelle können Sie als Winword Document oder als Pdf-File downloaden
Tabelle 8.doc oder Tabelle 8.pdf

Zurück zum Verzeichnis der Tabellen
Zur Startseite


Letzte Änderung: 23.09.2003